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Wie werde ich E-Scooter Juicer und was muss ich unbedingt beachten?

Ein Gastartikel von Scooter-Bible.de
Viele E-Scooter Sharing

E-Scooter von Sharing Anbietern stehen in deutschen Großstädten an jeder Ecke und werden tagsüber durch die City gefahren, bis ihre Akkus leer sind. Der sogenannte Juicer sorgt dafür, dass die E-Scooter am nächsten Morgen wieder mit voll aufgeladenen Akkus für neuen Fahrspaß bereitstehen.

Doch was ist das überhaupt? Kann auch ich ein Juicer werden? Worauf muss ich dabei achten?

Wir erklären dir alles Wichtige, was du über den neuen Beruf wissen musst!

Inhalt

Juicer: Was ist das überhaupt und was macht er?

Als Juicer werden die Personen bezeichnet, welche die Akkus der Sharing E-Scooter aufladen. Dafür wird auf der jeweiligen App des Anbieters nachgesehen, wo leergefahrene E-Scooter stehen.
E-Scooter Lime App Übersicht Scooter
Ansicht aus der Lime-App

Dann fährt der Juicer mit seinem Privatfahrzeug, Mietwagen oder im Transporter des jeweiligen Anbieters an die angezeigten Standorte, lädt die E-Scooter in sein Fahrzeug und nimmt diese mit nach Hause, wo die E-Scooter wieder voll aufgeladen werden.

Am nächsten Morgen müssen die geladenen Scooter wieder an bestimmte Stellen (Hubs) im Stadtgebiet abgeladen werden, sodass diese tagsüber wieder für Fahrspaß sorgen können.

Tipp: Andere Bezeichnungen für den Juicer sind auch Ranger oder Charger – hinter diesen drei Begrifflichkeiten verbirgt sich also der gleiche Beruf.

Was verdiene ich als Juicer?

Die Entlohnung für das Aufladen eines Scooters liegt nach Firmenangaben von Lime bei 4€. Einige Anbieter stellen auch Juicer auf 450€ Basis ein, welche die Scooter in ein Zentrallager bringen, wo diese geladen werden.

Bei der freiberuflichen Tätigkeit kommen aber noch diverse Kosten hinzu, diese schmälern den Verdienst und sollten mit eingerechnet werden. Hierzu gehören:

  • Benzinkosten
  • Stromkosten für das Aufladen der Scooter
  • einmalige Kosten für das Anmelden eines Gewerbes

Der Juicer ist also kein Beruf wo du schnell Reich werden kannst.

Gerade deshalb gibt es kaum Modelle, in welchen das Einsammeln und Aufladen von E-Scootern als Haupttätigkeit durchgeführt wird. Wer sich jedoch nebenbei ein paar Euros dazu verdienen möchte, kann sich durchaus als Juicer bewerben und den netten Nebenverdienst über Nacht für sich beanspruchen.

Wie werde ich Juicer: Schritt-für-Schritt erklärt

  1. Um Juicer zu werden, musst du dich auf den jeweiligen Homepages der Anbieter anmelden. Hier wirst du dann zu einem Formular weitergeleitet, auf welchem du folgende Daten angeben musst:
    • Vor- und Nachname
    • E-Mail Adresse
    • Telefonnummer
    • deine Stadt
    • deinen Lebenslauf
    • deinen Gewerbeschein
  1. Wenn du das erledigt hast, erhältst du eine Bestätigungsmail. Deine Bewerbung wird nun bearbeitet und du kannst dich entspannt zurücklehnen, bis eine Antwort kommt.
  1. Abhängig vom Anbieter wirst du zu einem Bewerbungsgespräch (Circ,Tier) oder einer Infoveranstaltung (Lime) eingeladen, wo dir deine Aufgabengebiete sowie die wichtigsten Informationen erläutert werden.
  1. Überzeuge den Anbieter von deiner Leistung und werde ein Juicer!
Tier Fahrer Stellenangebot
Stellenbeschreibung Fahrer - Quelle: https://www.tier.app/de/jobs/

Muss ich bestimmte Voraussetzungen mitbringen?

Um ein Juicer zu werden, musst du folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Smartphone mit Internetzugang
  • mindestens 18 Jahre alt
  • einen gültigen Führerschein
  • gegebenenfalls eigenes Transportfahrzeuges (Je größer das Auto, desto mehr Scooter können eingesammelt und geladen werden!)
  • Gewerbeschein (Lime)

Viel bedarf es also nicht, um den Beruf des Juicers durchzuführen. Beachte jedoch auch die eher ungewöhnlichen Arbeitszeiten (morgens und abends) – neben Führerschein, Smartphone und Co. solltest du also auch ausreichend Zeit sowie eine gewisse Belastbarkeit mitbringen.

Welche Anbieter kommen in Frage?

Wir haben die Anbieter Tier, Circ und Lime recherchiert, welche dich potenziell als Juicer einstellen können.

Jedoch nutzt nur der Anbieter Lime das Modell des selbstständigen Arbeitens. Die Anbieter Circ und Tier bieten dagegen eine Festanstellung an.

Unserer Recherche nach bietet Lime derzeit die meisten Möglichkeiten, um sich als Juicer zu bewerben. Hier wird fleißig Werbung gemacht, damit sich ausreichend bewerben und die leeren E-Scooter wieder mit Saft versorgen.

Ungewöhnliche Arbeitszeiten unbedingt beachten

Die Arbeitszeiten sind bei selbstständigen Tätigkeiten flexibel gestaltbar. So kann theoretisch tagsüber jeder Scooter eingesammelt werden, welcher einen geringeren Akkustand als 35% vorweist.

E-Scooter Lime App wenig Akku
Beispiel aus der Lime-App

Erfahrungsgemäß sind jedoch die meisten Scooter erst in den frühen Abendstunden leergefahren, weshalb Juicer oft spät am Abend oder früh am Morgen arbeiten.

Wer also kein Morgenmensch ist oder am späten Abend etwas Besseres zu tun hat, als E-Scooter einzusammeln, ist vielleicht nicht ideal geeignet, um Juicer zu werden.

Worauf muss ich bei der Arbeit achten?

Die wichtigsten Punkte, auf die du bei der Arbeit als Juicer achten solltest, haben wir kurz für dich zusammengefasst:

  • Nur Scooter einsammeln, die einen Akkustand von unter 35% haben
  • Die Scooter müssen morgens nach dem Aufladen wieder auf der Straße stehen, den Ort gibt der Anbieter vor (es dürfen keine Verkehrswege oder Bürgersteige blockiert werden)
  • Beschädigte Scooter müssen sofort an die Anbieter gemeldet werden

Gerade für selbstständige Juicer sind diese Punkte von Wichtigkeit, da diese dafür verantwortlich gemacht werden, wenn gewisse Aspekte nicht eingehalten werden. Wird beispielsweise ein E-Scooter aufgeladen, der die 35% Akkustand noch nicht erreicht hat, wird der Juicer dafür auch nicht bezahlt.

E-Roller zur Miete / Verleih Circ

Fazit zum Beruf Juicer: Kein Traumjob aber ein netter Nebenverdienst

Mit dem Aufsammeln, Laden und gegebenenfalls das Reparieren von E-Scootern bieten dir die Sharing-Anbieter ein vollständig neuartiges Angebot, um Geld zu verdienen, welches infolge der fortschreitenden Elektromobilität entstanden ist.

Einige Anbieter nutzen hierfür festangestellte Mitarbeiter, während andere wiederum auf Selbstständige-Personen setzen – beide Modelle haben klar ihre Vor- und Nachteile.

Beim selbstständigen Arbeiten muss jedoch berücksichtigt werden, dass man alle potenziellen Risiken und Kosten trägt (zum Beispiel bei einem Defekt während des Transports) und viele Scooter laden muss, bis sich das Modell wirklich auszahlt.

Vergessen werden darf auch nicht, dass das Einsammeln, Transportieren und Aufstellen von Scootern harte körperliche Arbeit bedeutet. Die Scooter wiegen im Regelfall zwischen 18 und 25 Kilogramm, das kann nach einiger Zeit sehr anstrengend werden.

Zusammengefasst ist der Juicer eine nette Verdienstmöglichkeit für alle, die entsprechende Möglichkeiten zum Laden und ein großes Auto haben. Doch nicht für jeden ist der Beruf geeignet, denn die Arbeit ist körperlich hart und der Verdienst nicht sehr hoch – hier sehen wir noch viel Optimierungsbedarf für die Zukunft!

Auch beim Sharing solltest du einne Helm tragen. Dieser schützt dich vor schweren Verletzungen am Kopf. Alles was du zum Thema Helm wissen solltest + meine Empfehlungen.


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